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Gesamtbild öV

öV-Vision (Zielzustand 2050)

Der Zielzustand 2050 im Sinn einer Vision ist im aktuellen öV-Bericht 2018 bis 2021 verankert und baut auf bestehenden Planungen auf. 

 

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  • Der Kanton Luzern liegt mitten in der Schweiz und optimal auf der europäischen Nord-Südachse. Luzern bildet zudem das Tor zu den Kantonen Ob- und Nidwalden. Ins Metropolitanzentrum Zürich sind die Distanzen vergleichsweise kurz. Die Zentralschweiz hat ein vielfältiges touristisches und wirtschaftliches Angebot.
  • Der Kanton vereint auch künftig verschiedene Siedlungsformen. Es gibt dicht bebaute Zentrumsstädte, ein um Luzern immer stärker werdender Agglomerationsgürtel, das kantonal zweitwichtigste Zentrum Sursee und die eher dünn besiedelte Landschaft.
  • Im Bereich der im Richtplan definierten Hauptentwicklungsachsen (Luzern–Sursee–Zofingen, Luzern–Zug–Zürich und Luzern–Hergiswil NW) liegt der Schwerpunkt der Entwicklung. Hier befinden sich innerhalb des Agglomerationsgürtels die drei Zentren Luzern Nord, Luzern Ost und Luzern Süd mit vielfältigen Nutzungen und grosser Dichte sowie guter Gestaltung und hoher Aufenthaltsqualität. In den sich ebenfalls entwickelnden Stadt Sursee werden die umliegenden Gemeinden sternförmig mit Zubringerbussen an die öV-Drehscheibe Bahnhof Sursee angeschlossen.
  • Die auf den Hauptachsen Luzern–Sursee–Zofingen, Luzern–Zug–Zürich und Luzern–Hergiswil NW liegenden starken Zentren sind dank dem Durchgangsbahnhof Luzern und seinen Durchmesserlinien über das Hauptzentrum Luzern schnell verbunden. Neben durchgehenden S-Bahn-Linien halten in den Regional- und Agglomerationszentren auch die Express-S-Bahnen (ESB). Sie bieten eine direkte und überregionale Anbindung und sind eine gute Alternative zum Interregio-Verkehr von Grossstadt zu Grossstadt. Der Durchgangsbahnhof Luzern bringt aber auch Fahrzeitverkürzungen zwischen Frankfurt und Milano und fördert damit die internationale Verflechtung.
  • Die heute bestehenden Bahnhöfe der Zentren Sursee, Luzern Nord, Luzern Ost und Luzern Süd entwickeln sich zu attraktiven öV-Verknüpfungspunkten. Überlandbuslinien aus dem Raum "Luzern Landschaft" bringen als Zubringerlinie Fahrgäste zu modernen Verknüpfungspunkten, das heisst zu sogenannten Hubs. Dort kann der Fahrgast zwischen schnellem und zuverlässigem Bahn- und städtischem Nahverkehr in alle Richtungen wählen.
  • Zwischen den genannten Zentren der Agglomeration werden die Reisenden schnell, zuverlässig und direkt befördert. Diese werden gebündelt mit grossen statt mit immer häufiger fahrenden kleineren Bussen transportiert. Grosse RBusse geniessen bei der öV-Bevorzugung einen speziellen Status und garantieren ein rasches und zuverlässiges Vorwärtskommen zu allen Tageszeiten. Zudem ist im dicht bebauten Kernbereich mit der elektrischen Traktion (Trolleybus) auch weiterhin eine umweltfreundliche Transportart im Einsatz. Weiter ergänzen innerhalb der Agglomeration kernnahe Direktverbindungen das Netz und eröffnen neue und schnellere Fahrmöglichkeiten unter den einzelnen Korridoren.
  • In der Luzerner Landschaft bleibt mindestens die gesetzlich verankerte Grundversorgung weiterhin sichergestellt. Ausbauten folgen der Nachfrage und den finanziellen Möglichkeiten. Ein attraktives Busnetz, v.a. zu Pendlerzeiten, bleibt weiterhin das Ziel. Buslinien verbinden dabei die grösseren Ortschaften und werden nachfrageorientiert auf Bahnanschlüsse ausgerichtet sowie an neue Bahnangebote angeschlossen. Überlandlinien werden auch untereinander besser vernetzt. Grosse Pendlerströme werden beschleunigt und weiterhin mit attraktiven Expresslinien bewältigt.
  • Bike- und Carsharing wird vor allem in verdichteten Siedlungen wichtiger. Zum einen ist dort der Verkehrsraum begrenzt, zum andern nutzen dessen Bürgerinnen und Bürger diese Angebote vermehrt.
  • Das 24/7-Symbol erinnert daran, auch die Betriebszeiten der Angebote den aktuellen Bedürfnissen anzupassen, sowie weiter an kundenfreundlichen Tarifangeboten zu arbeiten.
  • Mit dem Fernbus steht den Bürgerinnen und Bürgern ein weiteres Transportmittel zur Verfügung.
 
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