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Gesamtbild öV

Zielzustand

Der Zielzustand stellt im Sinn einer Vision auf grosse Schlüsselbauwerke und auf einen erst dadurch möglichen grossen Angebotsausbau ab. Die Vision baut auf bestehenden Planungen auf und ist auf diese abgestimmt und realistisch. Bereits bei der Erarbeitung des Agglomerationsprogramms Luzern der 2. Generation entstand ein Zukunftsbild. Dieses wurde weiterentwickelt und auf den ganzen Kanton Luzern ausgedehnt.

 

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Der Kanton Luzern vereint auch künftig verschiedene Siedlungsformen. Es gibt dicht bebaute Zentrumsstädte, ein um Luzern immer stärker werdender Agglomerationsgürtel, das kantonal zweitwichtigste Zentrum Sursee und die eher dünn besiedelte Landschaft. Im Bereich der im Richtplan definierten Hauptentwicklungsachsen (Luzern–Sursee–Zofingen, Luzern–Zug–Zürich und Luzern–Hergiswil) liegt der Schwerpunkt der Entwicklung. Hier befinden sich innerhalb des Agglomerationsgürtels die drei Zentren Luzern Nord, Luzern Ost und Luzern Süd mit vielfältigen Nutzungen und grosser Dichte sowie guter Gestaltung und hoher Aufenthaltsqualität. In der sich ebenfalls stark entwickelnden Stadt Sursee werden die umliegenden Gemeinden sternförmig mit Zubringerbussen an die öV-Drehscheibe Bahnhof Sursee angeschlossen. Die auf den Hauptachsen Luzern–Sursee–Zofingen, Luzern–Zug–Zürich und Luzern–Hergiswil liegenden starken Zentren sind dank dem Durchgangsbahnhof Luzern und seinen Durchmesserlinien über das Hauptzentrum Luzern schnell verbunden. Neben durchgehenden S-Bahn-Linien halten in den Regional- und Agglomerationszentren auch die Regionalexpresszüge. Sie bieten weiterhin eine direkte und überregionale Anbindung und sind eine gute Alternative zum Interregio-Verkehr ab Luzern. 

 

Die heute bestehenden Bahnhöfe der Zentren Sursee, Luzern Nord, Luzern Ost und Luzern Süd entwickeln sich zu attraktiven öV-Verknüpfungspunkten. Überlandlinien aus dem Raum «Luzern Landschaft» bringen als Zubringerlinie Fahrgäste zu umgebauten Verknüpfungspunkten, das heisst zu sogenannten Hubs. Dort kann der Fahrgast zwischen schnellem und zuverlässigem Bahn- und städtischem Nahverkehr wählen. Zwischen den genannten Zentren der Agglomeration werden die Reisenden schnell, zuverlässig und direkt befördert. Sie werden gebündelt mit grossen statt mit immer häufiger fahrenden kleineren Bussen transportiert. Doppelgelenktrolleybuslinien geniessen bei der öV-Bevorzugung einen speziellen Status (System RBus) und garantieren ein rasches und zuverlässiges Vorwärtskommen zu allen Tageszeiten. Zudem ist im dicht bebauten Kernbereich mit dem Trolleybus auch weiterhin die umweltfreundlichste Transportart im Einsatz. Die mit Emissionen hoch belasteten Hauptachsen der Agglomeration Luzern können durch den Trolleybuseinsatz entlastet werden. Weiter ergänzen innerhalb der Agglomeration kernnahe Direktverbindungen das Netz und eröffnen neue und schnellere Fahrmöglichkeiten unter den einzelnen Korridoren. 

 

In der Luzerner Landschaft bleibt die Grundversorgung weiterhin sichergestellt. Buslinien verbinden die grösseren Ortschaften und werden nachfrageorientiert an Bahnanschlüsse ausgerichtet. Überlandlinien werden auch untereinander besser vernetzt. Grosse Pendlerströme werden beschleunigt und weiterhin mit attraktiven Expresslinien bewältigt. 

 

Schritt für Schritt gilt es, den Zielzustand eines ideal vernetzten öV-Systems umzusetzen. Es muss gelingen, in kurz-, mittel- und langfristigen Projekten auf den Zielzustand hinzuarbeiten. Alle Elemente sind in der Richtplanung, dem Agglomerationsprogramm Luzern der 2. Generation und weiteren Grundlagenplanungen aufgenommen. Die Umsetzung ist in konkreten Planungen wie AggloMobil due, Angebotsplanung S-Bahn Zentralschweiz oder Durchgangsbahnhof Luzern inklusive Mittelfristangebot Bahn 2025 vorgesehen.

 
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